Klaus-Ruhnau-Preis: Förderpreis der QKG im Bereich Gelenkerhalt

Die QKG (Gesellschaft für Knorpelregeneration & Gelenkerhalt) hat den Klaus-Ruhnau-Preis 2026 ins Leben gerufen; 2027 wird er zum ersten Mal verliehen, danach jedes Jahr. Mit ihm sollen junge Kolleginnen und Kollegen gefördert werden, die sich wissenschaftlich mit dem Gelenkerhalt auseinandersetzen und so zur Weiterentwicklung dieses Fachgebietes beitragen.

An wen sich der Preis richtet

Der Preis richtet sich an:

  • Assistenzärztinnen und Assistenzärzte in Weiterbildung
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in den ersten Berufsjahren

Die Bewerberinnen und Bewerber sind eingeladen, einen wissenschaftlichen Beitrag einzureichen und diesen 2027 beim Berliner Knorpelsymposium zu präsentieren.

Zulässige Beitragsformen

Eingereicht werden können wissenschaftliche Arbeiten aus dem gesamten Spektrum des Gelenkerhalts, insbesondere:

  • Review-Arbeiten
  • Metaanalysen
  • Beschreibungen innovativer Nachbehandlungs- und Rehabilitationskonzepte
  • Klinische Studien
  • Experimentelle Studien
  • weitere wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zum Gelenkerhalt

Die eingereichten Beiträge werden von einer unabhängigen Jury aus ausgewiesenen Expertinnen und Experten des Gelenkerhalts bewertet.

Preisvergabe

Der Klaus-Ruhnau-Preis wird in zwei Kategorien vergeben:

  1. Assistenzärztin / Assistenzarzt
  2. Physiotherapeutin / Physiotherapeut

Pro Kategorie wird eine Preisträgerin bzw. ein Preisträger ausgezeichnet.

Der Preis: Fellowship und Preisgeld

Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten jeweils ein exklusives, einwöchiges Fellowship bei führenden Expertinnen und Experten des Gelenkerhalts in Deutschland sowie ein Preisgeld von 700 Euro.

Das Fellowship umfasst Hospitationen an vier ausgewählten Stationen bzw. Zentren, die für ihre besondere Expertise im ärztlichen bzw. physiotherapeutischen Gelenkerhalt bekannt sind. Ziel ist es, praktische Erfahrungen zu sammeln, neue Behandlungskonzepte kennenzulernen, interdisziplinäre Netzwerke aufzubauen und Impulse für die eigene berufliche und wissenschaftliche Entwicklung zu gewinnen. Die Organisation der Hospitationen erfolgt durch die QKG in Abstimmung mit den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Der Kurzvortrag im Folgejahr: wann und wo?

Nach dem Fellowship berichten die Preisträgerinnen und Preisträger von ihren Erfahrungen, in einem Kurzvortrag im Jahr nach der Preisverleihung. Der Vortrag gibt Einblicke in die besuchten Zentren, die gewonnenen Erkenntnisse und deren Bedeutung für die eigene klinische und wissenschaftliche Arbeit.

Wo der Vortrag stattfindet, hängt vom Jahr ab: Die beiden großen QKG-Veranstaltungen wechseln sich jährlich ab, in einem Jahr das Berliner Knorpelsymposium, im anderen der Knorpel Kompaktkurs. Der Vortrag findet immer auf der Veranstaltung des Folgejahres statt. Konkret:

  • Die Gewinnerinnen und Gewinner von 2027 halten ihren Kurzvortrag beim Knorpel Kompaktkurs 2028.
  • Die Gewinnerinnen und Gewinner von 2028 halten ihn beim Berliner Knorpelsymposium 2029, und so weiter in jedem Folgejahr.

Ziel des Preises

Mit dem Klaus-Ruhnau-Preis möchte die QKG den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, den interdisziplinären Austausch zwischen Medizin und Physiotherapie stärken und die Entwicklung innovativer Konzepte zum Gelenkerhalt unterstützen.

Bewerbung

Ihre Bewerbung mit dem wissenschaftlichen Beitrag richten Sie bitte per E-Mail an info@qkg-gesellschaft.de.

Einsendeschluss: 31. Dezember 2026. Die vollständige Ausschreibung steht als PDF zum Download (`QKG_Klaus-Ruhnau-Preis_2027.pdf`).

Kurz gesagt: Klaus-Ruhnau-Preis

Erstmals ausgeschriebener Förderpreis der QKG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Medizin und Physiotherapie. In zwei Kategorien; Gewinn: einwöchiges Fellowship mit Hospitationen an vier Zentren plus 700 Euro Preisgeld. Einreichung bis 31.12.2026, Präsentation 2027 beim Berliner Knorpelsymposium.

+  Wer ist Klaus Ruhnau?

Ein Pionier der Knorpelregeneration, ein leidenschaftlicher Arzt und Lehrer, und einer der leisen Helden dieser Fachgesellschaft.

Dr. med. Klaus Ruhnau hat die Knorpelregeneration im deutschsprachigen Raum entscheidend mitgeprägt. Als einer der ersten Ärzte in Deutschland führte er die Knorpelzelltransplantation in großer Zahl durch, zu einer Zeit, als diese Behandlung noch auf viele Widerstände stieß. Zahllosen Menschen mit Knorpelschäden half er so, ihre Beweglichkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu bewahren.

Sein Berufsleben widmete er der Behandlung von Menschen mit Knorpelschäden und der Weitergabe seines Wissens. Mit viel Geduld gab er seine Erfahrung weiter; viele Ärztinnen und Ärzte lernten von ihm und folgten seinem Weg in Knorpeltherapie und Gelenkerhalt.

Auch die Geschichte der QKG ist untrennbar mit ihm verbunden. Er war die treibende Kraft und der wichtigste Motivator hinter der Gründung. Ohne sein Engagement und seine Überzeugung von den Möglichkeiten der Knorpelregeneration gäbe es die QKG in ihrer heutigen Form nicht. Für uns ist er deshalb der „Vater der Knorpelregeneration".

Auch nach seinem Ausscheiden aus der aktiven klinischen Tätigkeit ist Klaus Ruhnau seinem Thema treu geblieben: Bis heute unterrichtet und begleitet er Ärztinnen und Ärzte sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und gibt seine Erfahrung an die nächste Generation weiter.

Genau hier setzt der Klaus-Ruhnau-Preis an. Er soll junge Ärztinnen und Ärzte sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ermutigen, in seine Fußstapfen zu treten und sich für den Gelenkerhalt und die Mobilität ihrer Patientinnen und Patienten einzusetzen. So trägt der Preis nicht nur seinen Namen, er führt weiter, wofür Klaus Ruhnau seit Jahrzehnten steht.