Physikalische Therapie: Wärme, Kälte und Strom
Unter physikalischer Therapie fasst man Anwendungen zusammen, die mit Wärme, Kälte, Strom oder anderen physikalischen Reizen auf das Gelenk wirken. Sie können Beschwerden lindern, wichtig ist die richtige Einordnung: Sie sind Begleitmaßnahmen, keine Ersatzbehandlungen für Bewegung und Krafttraining.
Kurz gesagt: Das Wichtigste zuerst
Wärme und Kälte tun vielen Menschen gut, beides ist einfach und sicher, und Sie dürfen es nach Gefühl einsetzen. Strom am Gelenk (etwa TENS) bringt gegen Arthroseschmerzen nach heutigem Wissen nichts. Keines dieser Mittel baut Knorpel auf oder verändert den Verlauf der Arthrose. Was das tut, ist Bewegung, Kraft und, wenn nötig, weniger Gewicht. Alles auf dieser Seite ist eine Hilfe dazu, kein Ersatz dafür.
Auf einen Blick
| Anwendung | Wofür | Was man darüber weiß |
|---|---|---|
| Wärme | steifes Gelenk, verspannte Muskeln | tut gut; warum, ist unklar |
| Kälte | gereiztes, warmes Gelenk | kann den Schmerz kurz lindern |
| Kältekammer | Schmerz | bei Arthrose nicht untersucht |
| TENS, Ultraschall, Hochvolt | Gelenkschmerz | kein Nutzen nachweisbar |
| Muskelstrom (nach einer Knie-OP) | Muskelaufbau | hilft, wenn er stark genug ist |
| Muskelstrom (bei Arthrose ohne OP) | Muskelaufbau | bringt nichts zusätzlich |
| Bewegung und Krafttraining | Schmerz und Beweglichkeit | wirkt, das ist die Grundlage |
Wärme oder Kälte, was ist richtig für mich?
Darauf gibt die Forschung keine klare Antwort. Beides ist bei richtiger Anwendung harmlos, deshalb ist Ihr eigenes Gefühl der beste Ratgeber. Probieren Sie beides aus und bleiben Sie bei dem, was Ihnen guttut. Als grobe Richtung:
| Eher Wärme | Eher Kälte |
|---|---|
| Das Gelenk fühlt sich steif an | Das Gelenk ist wärmer als das andere |
| Morgens oder nach langem Sitzen kommen Sie schwer in Gang | Es ist geschwollen oder spannt |
| Die Beschwerden sind seit Längerem gleich | Es schmerzt auch in Ruhe oder nachts |
| Die Muskeln drumherum sind verspannt | Die Beschwerden sind seit Tagen stärker |
| Vor der Bewegung, um leichter loszukommen | Nach Belastung, wenn es sich gereizt anfühlt |
Wärme
Wärme tut vielen Menschen gut, Steifigkeit und Schmerz lassen oft nach. Am besten belegt ist das an den Händen (etwa ein Paraffinbad oder Fango). Am Kniegelenk selbst ließ sich dagegen kein Einfluss auf den Schmerz nachweisen, und eine Schwellung geht durch Wärme nicht zurück.
So wenden Sie Wärme an: etwa 20 Minuten, so oft am Tag, wie es Ihnen guttut. Geeignet sind Körnerkissen, Wärmflasche, warmes Duschen oder Baden und Wärmepflaster, für die Hände ein Paraffinbad oder Fango. Am besten: erst wärmen, dann bewegen. Die Wärme macht den Anfang leichter, wirken tut die Bewegung.
Wann Sie nicht wärmen sollten
- Wenn das Gelenk heiß und geschwollen ist. Dann eher kühlen.
- Wenn Sie an der Haut wenig spüren, etwa bei Nervenschäden nach langjährigem Diabetes. Wer die Hitze nicht merkt, merkt auch eine Verbrennung zu spät.
- Auf offener oder entzündeter Haut.
- Schlafen Sie nicht auf dem Wärmekissen ein, das ist die häufigste Ursache für Verbrennungen.
Kälte und Eis
Kälte kann den Schmerz kurz lindern, vor allem bei einem gereizten Gelenk. Auf die Beweglichkeit wirkt sie nicht, und am Verlauf der Arthrose ändert sie nichts. Bei Arthrose ist Kälte also ein Mittel gegen den Schmerz, keines gegen die Krankheit.
Zwei Dinge sind trotzdem wichtig:
- Kühlen Sie nicht aus Gewohnheit nach jedem Training. Kälte nach dem Krafttraining bremst den Muskelaufbau, und Muskeln sind bei Arthrose das Wichtigste. Kühlen Sie, wenn das Gelenk gereizt ist.
- Nach dem Kühlen ist der Muskel für ein paar Minuten schwächer. Bewegen Sie sich erst etwas, bevor Sie Treppen steigen oder Sport machen.
So kühlen Sie sicher
- 15 bis 20 Minuten, nicht länger. Sonst kann die Haut erfrieren.
- Wie oft: bei Bedarf ein- bis dreimal täglich, immer dann, wenn das Gelenk gereizt ist. Zwischen zwei Anwendungen sollten mindestens ein bis zwei Stunden liegen, damit sich Haut und Gelenk wieder erwärmen. Dauerhaftes Kühlen bringt keinen Zusatznutzen. [11]
- Immer ein dünnes Tuch zwischen Kältepack und Haut. Packs aus dem Gefrierfach sind kälter als null Grad und können die Haut schädigen.
- Schauen Sie die Haut danach an. Rot ist normal, weiß oder fleckig nicht.
- An dünnen Stellen über dem Knochen (außen unterhalb des Knies, an der Ellenbogeninnenseite) kürzer kühlen, dort liegen Nerven dicht unter der Haut.
- Nicht zusätzlich fest einbinden.
- Sofort aufhören bei Quaddeln, weißer Haut oder wenn etwas taub wird.
Vorher mit Ihrem Arzt sprechen, wenn eines davon auf Sie zutrifft:
- Sie bekommen Quaddeln oder Juckreiz, sobald Sie mit Kälte in Berührung kommen.
- Sie haben die Weißfingerkrankheit.
- Sie haben Durchblutungsstörungen in den Beinen.
- Sie spüren wenig an der Haut, etwa bei langjährigem Diabetes.
- Sie haben eine Bluterkrankung, bei der Kälte Beschwerden macht.
- Die Haut an der Stelle ist offen oder verletzt.
Kältekammer
Bei der Ganzkörper-Kältekammer wird der Körper kurz sehr tiefen Temperaturen ausgesetzt. Für die Arthrose gibt es dazu keine aussagekräftige Studie. Anders als ein Kühlpack ist sie nicht harmlos: Gegen sie sprechen unter anderem Herzerkrankungen, unbehandelter Bluthochdruck, ein Herzschrittmacher, Durchblutungsstörungen und eine Schwangerschaft. Wenn es Ihnen danach besser geht, ist das in Ordnung, als Arthrose-Behandlung ist sie aber nicht belegt und gehört vorher zum Arzt, nicht in die Kategorie „einfach ausprobieren".
Strom: gegen Schmerz und für den Muskel
Strom gegen Schmerz (TENS und Ähnliches). Hier sind sich die Fachgesellschaften einig, und zwar einig im Nein: Die deutsche Behandlungsleitlinie rät davon ab, TENS, Ultraschall und ähnliche Anwendungen bei Kniearthrose einzusetzen, weil ein Nutzen nicht nachgewiesen ist. Das heißt nicht „gefährlich", sondern „nicht nachweisbar wirksam". Wenn Ihr TENS-Gerät Ihnen während der Anwendung hilft, dürfen Sie es nutzen, es ist sicher. Erwarten Sie nur keine anhaltende Wirkung, und ersetzen Sie damit nicht Ihr Training.
Strom zum Muskelaufbau (Muskelstrom), etwas ganz anderes. Hier bringt der Strom den Muskel dazu, sich sichtbar zusammenzuziehen. Nach einer Knieoperation lässt sich der Oberschenkelmuskel oft nicht mehr richtig ansteuern, das Gelenk bremst ihn, und der Strom umgeht diese Bremse. Nach einer Kreuzbandoperation ist der Nutzen gut belegt, besonders bei frühem Beginn; auch nach einem künstlichen Kniegelenk hilft er der Kraft. Bei Arthrose ohne Operation bringt er dagegen nichts zusätzlich, weil diese Bremse hier viel schwächer ist.
Wenn Muskelstrom, dann richtig: Er muss kräftig genug sein, als Richtwert etwa halb so stark, wie Sie selbst anspannen können. Ein angenehmes Kribbeln reicht nicht. Er ersetzt kein Training, wer selbst üben kann, sollte üben. Und er macht den Muskel nicht dicker, einen Massezuwachs gibt es nur bei Menschen, die gar nicht üben können.
Nicht jeder Schmerz kommt aus dem Gelenk
Rund um ein schmerzendes Knie oder eine schmerzende Hüfte sind fast immer auch Muskeln verspannt und Sehnen überlastet. Diese Beschwerden lassen sich gut behandeln, und dieselben Anwendungen, die am Gelenk nichts bringen, können hier lindern. Am häufigsten wird dafür Wärme genutzt; eine Massage lindert kurzfristig, hält aber nicht an und ersetzt keine Übungen.
Woran erkenne ich ein gereiztes Gelenk?
Das entscheidet über fast alles: kühlen oder wärmen, wie viel Sie belasten, ob eine Pause sinnvoll ist. Typische Zeichen:
- Das Gelenk fühlt sich wärmer an als das andere.
- Es ist geschwollen oder fühlt sich prall an.
- Es schmerzt in Ruhe oder nachts.
- Der Anlaufschmerz ist stärker als sonst.
- Es hat sich innerhalb weniger Tage verändert.
Verlässlicher als das Gefühl ist eine Messung: Ein Thermometer, das ohne Hautkontakt misst (wie beim Fiebermessen an der Stirn), vergleicht die wärmste Stelle über dem Gelenk mit derselben Stelle am anderen Bein. Ein deutlicher Unterschied spricht für eine Reizung. Messen Sie im Zimmer und legen Sie vorher zehn Minuten Kleidung und Bandage ab. Wichtig ist der Verlauf: Der Unterschied sollte über die Wochen kleiner werden.
Was wirklich hilft
Alles auf dieser Seite ist Begleitung. Was bei Arthrose nachweislich die Schmerzen lindert und die Beweglichkeit verbessert, steht in jeder Leitlinie an erster Stelle: Bewegung und Krafttraining (regelmäßig und über Wochen gesteigert), weniger Gewicht bei Übergewicht, verstehen, was im Gelenk passiert, sowie gute Schuhe und bei Bedarf Hilfsmittel. Nutzen Sie Wärme und Kälte klug: Wärme, um in Gang zu kommen, Kälte, wenn das Gelenk nach einem anstrengenden Tag gereizt ist. Der Wirkstoff ist die Bewegung. → Bewegung und Krafttraining · Gewicht und Stoffwechsel
+ Für medizinisch Interessierte
Leitlinien und Evidenz. Die aktualisierte deutsche S3-Leitlinie (AWMF 187-050, 2024/2025) übernimmt die NICE-Empfehlung (NG226) und rät von TENS, Ultraschall, Interferenzstrom, Laser, gepulster Kurzwelle und neuromuskulärer Elektrostimulation bei Kniearthrose ab (unzureichende Evidenz). Auch die ACR empfiehlt Wärme und Kälte nur bedingt und rät von TENS ab. [1][2]
Kälte und Entzündung. Es gibt Hinweise, dass lokale Kälte Entzündungszeichen senkt (Rückgang der Power-Doppler-Aktivität der Gelenkinnenhaut, niedrigere IL-6-, IL-1β- und PGE2-Spiegel). Diese Daten stammen aber überwiegend aus entzündlichen Gelenkerkrankungen (Gicht, Rheuma) beziehungsweise aus kleinen, heterogenen Serien; arthrosespezifisch bleibt Kälte vor allem symptomatisch (gepoolter Schmerzeffekt SMD etwa −0,57, niedrige Evidenzqualität). Ein Knorpelaufbau findet nicht statt. [8][9][11]
Apparative Kälte. Die Gas-Kryotherapie (gekühltes CO₂- oder Stickstoffgas, 1 bis 2 Minuten) zeigt in kleinen Studien einen der Eisanwendung vergleichbaren Effekt; im direkten Vergleich schnitt einfaches Eis nicht schlechter ab. Für die Ganzkörper-Kältekammer fehlen belastbare arthrosespezifische Daten. [9][10][11]
Muskelstimulation (NMES). Bei Arthrose ohne Operation kein Zusatznutzen (die arthrogene Muskelinhibition ist hier schwächer); nach Kreuzband-Operation und Knie-Endoprothese dagegen belegt, vor allem bei frühem, ausreichend intensivem Einsatz. Eigenständig zu betrachten ist das patellofemorale Schmerzsyndrom: Hier verbessert NMES zusätzlich zum Training Schmerz, Funktion und Quadrizepskraft, wenn sie länger als etwa vier bis sechs Wochen angewendet wird. [6][7]
Weichteile. Auf begleitende Muskel- und Weichteilbeschwerden gerichtet (nicht auf das Gelenk) sind Wärme (Triggerpunkte, akuter Rückenschmerz) und TENS (chronische muskuloskelettale Schmerzen) am ehesten belegt, Ultraschall bleibt uneinheitlich. Massage: ACR bedingt nicht empfohlen. [2][3][4][5]
Die Stoßwellentherapie wird auf einer eigenen Seite behandelt (→ Stoßwellentherapie).
Kurz gesagt: Physikalische Therapie
Wärme und Kälte sind angenehme, sichere Begleitmaßnahmen; wie viel an der Temperatur selbst liegt, ist bei beiden unklar. Strom am Gelenk (TENS) bringt gegen den Schmerz nichts Nachweisbares, die Kältekammer ist bei Arthrose nicht untersucht und braucht vorher ein ärztliches Gespräch. Muskelstrom ist vor allem nach einer Operation sinnvoll. Beim Eis gilt: kurz, mit Tuch, nicht nach jedem Training. Und alles davon bleibt Begleitung zu Bewegung und Kraft.
QKG-Fortbildung
Fortbildung für Fachleute. Den Workshop „Arthrose konservativ" (Praxis und Theorie der konservativen Arthrosetherapie) bietet die QKG jedes Jahr im Februar in Essen an. → Termine und Anmeldung
+ Quellen
- S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Gonarthrose (AWMF 187-050), Fassung 2024/2025, Empfehlungen zu Wärme-/Kältetherapie und Elektrotherapie (TENS, Ultraschall).
- Kolasinski SL, Neogi T, Hochberg MC, et al. 2019 ACR/Arthritis Foundation Guideline for the Management of Osteoarthritis of the Hand, Hip, and Knee. Arthritis & Rheumatology. 2020;72(2):220–233.
- Zur Wärmetherapie: French SD, Cameron M, Walker BF, et al. Superficial heat or cold for low back pain. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2006;(1):CD004750, sowie aktuelle Übersichten zur oberflächlichen Wärmetherapie bei muskuloskelettalen Schmerzen (Muskelentspannung, Triggerpunkte).
- Zu TENS: Johnson MI, Paley CA, Jones G, Mulvey MR, Wittkopf PG. Efficacy and safety of transcutaneous electrical nerve stimulation (TENS) for acute and chronic pain (Meta-TENS): systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. BMJ Open. 2022;12(2):e051073.
- Zum Ultraschall beim myofaszialen Schmerzsyndrom: systematische Übersicht und Metaanalyse zur (niedrig-intensiven) Ultraschalltherapie, BMC Musculoskeletal Disorders. 2024, Evidenz uneinheitlich.
- Zheng et al. The effect of adding neuromuscular electrical stimulation to exercise therapy on patellofemoral pain: a systematic review and meta-analysis. PLoS One. 2025;20(6):e0326785, 9 RCTs, n=337; NMES zusätzlich zum Training verbessert Schmerz, Funktion und Quadrizepskraft gegenüber Training allein; empfohlene Anwendungsdauer über ~1 Monat.
- Abdelhamed et al. The effectiveness of neuromuscular electrical stimulation on pain, function, and quadriceps muscle strength in adults with patellofemoral pain: a systematic review and meta-analysis. BMC Musculoskeletal Disorders. 2025. doi:10.1186/s12891-025-09029-5.
- Guillot X, Tordi N, Prati C, et al. Local ice cryotherapy decreases synovial interleukin-6, interleukin-1β, VEGF, prostaglandin-E2 and NF-κB p65 in human knee arthritis: a controlled study. Arthritis Res Ther. 2019;21(1):180., lokale Kälte senkt Entzündungsbotenstoffe in der Synovia.
- Guillot X, Tordi N, Prati C, et al. Cryotherapy decreases synovial Doppler activity and pain in knee arthritis: a randomized-controlled trial. Joint Bone Spine. 2017;84(4):477–483., Vergleich Eis vs. kaltes CO₂-Gas; beide senken Power-Doppler und Schmerz.
- Chatap G, Giraud K, Vincent JP. Pain in the elderly: prospective study of hyperbaric CO₂ cryotherapy (neurocryostimulation). Joint Bone Spine. 2007;74(6):617–621., lokale Gas-Kryotherapie senkt Schmerz (VAS).
- Dias RF, Silva SL, de Mello SP, Flores LJF, Buzanello MR, Bertolini GRF. Cryotherapy in Knee Osteoarthritis: A Systematic Review With Meta-Analysis. Pain Pract. 2025;25(6):e70055. doi:10.1111/papr.70055., gepoolter Schmerzeffekt SMD ≈ −0,57; wenige, heterogene Studien, niedrige Evidenzqualität; zur Ganzkörper-Kältetherapie fehlen belastbare arthrosespezifische Daten.
Weiterlesen
- Physiotherapie →Aktive Übungstherapie unter Anleitung.
- Stoßwellentherapie →Mechanische Reize zur Schmerzlinderung.
- Medikamente →Schmerz- und Entzündungshemmer im Überblick.
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+ Autor & fachliche Prüfung
Autor
Dr./Univ. Libre de Bruxelles Heino Kniffler
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Mitglied der QKG (Gesellschaft für Knorpelregeneration & Gelenkerhalt)
Fachlich gegengelesen von
Dr. med. Klaus Ruhnau
Facharzt für Orthopädie und Chirurgie
Mitglied der QKG (Gesellschaft für Knorpelregeneration & Gelenkerhalt)
Zuletzt geprüft: Juli 2026 · Nächste Prüfung: Juli 2028