Wir, Jonas Strüder, Florian Bührer und Martin Wille durften am QKG Physio-Fellowship 2025 teilnehmen – einer Woche, die uns von München über Leverkusen und Köln bis nach Recklinghausen und Essen führte. Wir drei kannten uns vor dieser Reise nicht, doch durch die Mischung aus fachlichen Höhepunkten und gemeinsamen Abenden entwickelte sich bereits nach den ersten gemeinsamen Tagen ein vertrauensvoller Austausch untereinander. Darüber hinaus bot das Fellowship reichlich Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen – zu den beteiligten Firmen, zu erfahrenen KlinikerInnen und nicht zuletzt zu den anderen Ärzte-Fellows.
Den Auftakt bildete am 2. November ein gemeinsames Abendessen in München. Im Restaurant Osteria da Massimo trafen wir uns mit den Organisatoren Wolfgang Schoch und Julia Benitz sowie mit Carlotta Weingarten und Jan Huwer vom Olympiastützpunkt Bayern. Bei italienischer Küche ließen wir den Abend in angeregten Gesprächen ausklingen und stimmten uns auf die bevorstehenden Tage ein.
Am nächsten Morgen wurden wir am Olympiastützpunkt Bayern erwartet. Nach einer Führung durch die Räumlichkeiten erhielten wir exklusive Einblicke in die sportmedizinische Praxis: Eine EMG-Messung bei einem Judoka zeigte uns, wie präzise Muskelaktivitäten erfasst werden können, während ein anderer Athlet anschließend ein isokinetisches Training absolvierte. Besonders eindrücklich war die Teambesprechung, bei der PhysiotherapeutInnen, eine Sportpsychologin und Ärzte gemeinsam den Werdegang der Sportler besprachen – interdisziplinäre Zusammenarbeit auf höchstem Niveau. Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Köln und checkten im V8 Hotel ein.
Der 4. November begann in Leverkusen bei Nina Heimann in der ambulanten Rehaklinik „Reha-Training“. Nach einer Vorstellung der Einrichtung folgte ein Vortrag zur Ernährung und deren Einfluss auf die Knorpelgesundheit. Im Anschluss diskutierten wir verschiedene Testverfahren und konnten den Isokineten selbst ausprobieren – eine gute Gelegenheit, die Geräte aus Patientensicht zu erleben. Am Nachmittag stand die erste Führung bei der Firma Össur auf dem Programm. Den Tag ließen wir beim Abendessen mit Matthias Ländle (Össur) sowie Tanja Eßer und Franziska Kalde vom IFD Cologne gemütlich ausklingen.
Am 5. November waren wir zu Gast am Institut für funktionelle Diagnostik (IFD) in Köln. Im Mittelpunkt standen eine markerbasierte 3D-Laufanalyse sowie verschiedene EMG-Messungen, die wir auch am Isokineten testen durften. Am Nachmittag ging es zurück zu Össur: Gemeinsam mit Christopher Schmidt und Matthias Ländle probierten wir die Unloader X One Orthesen aus. Anschließend reisten wir weiter nach Recklinghausen, wo wir den Abend mit Wolfram Steens verbrachten.
Der 6. November führte uns in die Cureon Clinic zu Wolfram Steens. Wir hatten die Gelegenheit, einen gesamten OP-Tag zu hospitieren und sieben verschiedene Eingriffe zu verfolgen: eine Hüft-Arthroskopie eines Femoroazetabulären Impingements (FAI), eine Kreuzbandplastik, eine Minced-Cartilage-Behandlung, zwei Eingriffe am Innenmeniskus sowie zwei Knie-TEP-Implantationen. Die Vielfalt der Operationen und deren professionelle Ausführung hinterließen großen Eindruck bei uns. Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Essen und trafen uns abends mit den anderen Fellows im Friends Hotel beim Zollverein.
Die beiden letzten Tage, der 7. und 8. November, standen im Zeichen der QKG-Knorpelakademie. Im ZukunftsZentrumZollverein in Essen – Triple Z mit Prosympos – besuchten wir den Basiskurs mit Präparations-Workshop an Körperspenden. Die Mischung aus theoretischen Vorträgen und praktischer Arbeit am Präparat war lehrreich und sehr interessant. Besonders die Auffrischung unserer anatomischen Kenntnisse beim Präparieren war spannend. Der erste Abend bot zudem eine Führung über das Gelände der Zeche Zollverein und ein gemeinsames Abendessen mit allen Kursteilnehmern. Am zweiten Tag ging es weiter mit Vorträgen und präparieren, bevor die Veranstaltung am Nachmittag ihren Abschluss fand.
Ein großer Dank gilt Wolfgang Schoch und Julia Benitz, die uns durch die gesamte Woche begleiteten. Sie hatten stets ein offenes Ohr, organisierten die Übergänge zwischen den Stationen reibungslos und sorgten mit ihrer unkomplizierten Art für eine angenehme Atmosphäre – sei es bei den Terminen oder den gemeinsamen Abendessen.
Bedanken möchten wir uns auch bei allen Sponsoren, die dieses Fellowship ermöglicht haben: Enovis, Össur, Pixformance Sports GmbH, Velamed und Digotor. Dass wir einige ihrer Produkte nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern auch praktisch testen durften, hat die Woche besonders wertvoll gemacht. Unser herzlicher Dank gilt zudem der QKG! Wir kehren mit vielen neuen Eindrücken, gefestigten Kontakten und einem erweiterten Horizont nach Hause zurück – und blicken dankbar auf eine Woche zurück, die weit mehr als nur eine Fortbildung war.
Jonas Strüder, Florian Bührer und Martin Wille