Von links nach rechts Lina van Nie, Anna Altemeyer-Sasse und Michael Reich
Im AKH Graz bei Stefan Fischerauer
Fellows mit Stefan Markowitz
Bei Silke Aldrian in der Uni Wien
Bei Phillip Niemeyer in München

Bericht über das QKG Travelling Fellowship 2025

Im Rahmen des QKG-Reisestipendiums hatten wir drei Fellows, Anna Altemeyer-Sasse, Lina van Nie und Michael Reich, die Möglichkeit, eine außergewöhnlich lehrreiche und intensive Woche an verschiedenen renommierten Zentren in Österreich und Deutschland zu verbringen. Wir kannten uns vor Beginn des Fellowships nicht, doch von Anfang an entwickelte sich eine sehr harmonische Zeit. Schnell entstand ein enger Austausch, der das Fellowship nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch persönlich besonders wertvoll machte. Darüber hinaus bot die Reise eine hervorragende Gelegenheit zur nationalen und internationalen Vernetzung – sowohl innerhalb Deutschlands als auch über die Grenzen nach Österreich hinaus konnten wir unser berufliches Netzwerk deutlich erweitern.

Unsere Reise begann am Sonntagabend in Graz mit einem gemeinsamen Treffen mit Wolfgang Zinser und Stefan Fischerauer, bei dem die am Folgetag anstehenden Fälle detailliert besprochen wurden.

Am Montag starteten wir am AKH-Graz bei Stefan Fischerauer. Auf dem Programm standen:
• eine Meniskustransplantation und
• eine Zellentnahme zur Vorbereitung einer zukünftigen ACT (Autologe Chondrozytentransplantation).


Im Anschluss reisten wir weiter nach Wien. Dort blieb noch etwas Zeit, die Stadt kennenzulernen, bevor wir den Abend gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Firma Arthrex beim Abendessen ausklingen ließen.


Der nächste Tag führte uns zu Stefan Marlovits. Nach einer ausführlichen Führung durch die Praxisräume sowie einer Besprechung der geplanten Eingriffe begaben wir uns in den OP. Zu sehen waren:
• eine endoskopisch assistierte Abtragung eines plantaren Fersensporns,
• zwei diagnostische Kniearthroskopien,
• eine Meniskusnaht, sowie
• eine BMAC-Behandlung am PIP-Gelenk des Zeigefingers.


Am Abend trafen wir uns mit Silke Aldrian und dem Mitbegründer der Firma HämoPharma, die uns die operativen Fälle des kommenden Tages vorstellten. Diese umfassten:
• die Refixation eines traumatischen retropatellaren Knorpelflakes,
• eine MPFL-Plastik, sowie
• eine MPFL-Plastik mit zusätzlicher retropatellarer Knorpeltherapie.


Anschließend führte uns das Fellowship weiter nach München. Dort trafen wir uns abends mit Philipp Niemeyer sowie Mitarbeitern der Firmen Tetec und Geistlich zu einem geselligen, typisch bayerischen Abendessen.


Am folgenden Tag standen im OCM München erneut hochinteressante operative Eingriffe auf dem Programm:
• eine HTO (hohe Tibiakorrekturosteotomie),
• ein Tuberositas-tibiae-Versatz,
• eine retropatellare ACT,
• eine OCT mit posteriorer Graftentnahme sowie
• eine retropatellare AMIC-Therapie.


Im Anschluss ging es weiter zum Flughafen und per Flug nach Düsseldorf, von wo aus wir zum Basis- und Spezialkurs der QKG nach Essen reisten. Damit endete unsere eigentliche Fellowship-Reise und mündete zugleich in zwei weitere äußerst spannende Fortbildungstage.

 Diese waren geprägt durch hochkarätige Vorträge, intensive Hands-on-Kurse am Kadaver sowie einen gelungenen Gesellschaftsabend und eine geführte Besichtigung der Zeche Zollverein, die ein weiteres Highlight des Programms darstellten.


Während der gesamten Woche wurden wir von Klaus Ruhnau und Heino Kniffler begleitet. Beide standen uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, organisierten die Abläufe perfekt und trugen mit ihrer offenen, humorvollen Art wesentlich zur großartigen Stimmung der Reise bei. Ohne sie wäre diese Woche nur halb so schön gewesen.


Bedanken möchten wir uns bei allen Sponsoren des Fellowships, die wir teils persönlich während unserer Reise kennenlernen durften. Es war eine tolle, einzigartige Chance.
Unser besonderer Dank gilt Klaus Ruhnau, Heino Kniffler und der gesamten QKG, die uns dieses einzigartige Fellowship ermöglicht haben. Wir sind dankbar für die Chance, diese lehrreiche, inspirierende und unvergessliche Woche erleben zu dürfen und uns fachlich wie persönlich in so besonderer Weise fortbilden zu können.


Anna Altemeyer-Sasse, Lina van Nie und Michael Reich